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Die Gewinner des Zukunftspreises 2018

Auf der didacta 2019 wurden Schulinitiativen prämiert, die sich mit aktuellen Herausforderungen auseinandersetzen: Differenzierung, Inklusion, Sprachförderung und die Ausbildung von Lehrkräften.

1. Preis: Gymnasium Ruhla im Thüringer Wald

Firmenkooperationen gegen Abwanderung und Fachkräftemangel

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium Ruhla im Thüringer Wald hat mit einer innovativen Form der Berufsorientierung eine Antwort auf die Herausforderungen der Abwanderung und des Fachkräftemangels gefunden und bietet seinen Abiturienten eine neue Perspektive. Die Themenschwerpunkte des Wahlpflichtfachs „thinkTECH“ sind auf regional ansässige Firmen abgestimmt, die den Schülerinnen und Schülern projektweise Einblick in die Praxis geben. Für dieses zukunftsweisende Konzept belegte die Schule den 1. Platz und erhielt 4.000 Euro.

2. Preis: Schule Sander Straße und Kinderkulturhaus KIKU, Hamburg

Sprachförderung durch Kultur und Kunst

Dank der Kooperation der Schule Sander Straße und des Kinderkulturhauses KIKU erfahren Schülerinnen und Schüler im Hamburger Stadtteil Lohbrügge eine lebendige Sprachförderung. Viele der Kinder kommen aus Familien, in denen kein oder wenig Deutsch gesprochen wird. Beim Theaterspielen, durch Tanz und Musik lernen sie spielerisch, die deutsche Sprache besser zu verstehen und zu sprechen. Für die Umsetzung eines besonderen Sprachbildungskonzept belegten die Projektpartner den 2. Platz und wurden mit 3.000 Euro ausgezeichnet.

3. Preis: Schule Kielkamp Hamburg

Differenzierung durch Digitalisierung

An der Hamburger Grundschule Kielkamp lernen Kinder mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Viele tun sich mit dem Zählen und Kopfrechnen schwer. Mit "Mathildr" wurde hierfür ein besonderes Lernsystem entwickelt, das nun mit dem Cornelsen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde. Einprägsame Mathematik-Materialien rund um eine App unterstützen die Darstellung von Mengen. Sie lassen sich individuell auf Neurodiversitäten anpassen und sind für Kinder mit und ohne Lernschwierigkeiten geeignet.  Das Angebot entstand im Rahmen einer Studie der Universität Hamburg und wurde gemeinsam mit Eltern, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Personen mit Trisomie 21 gestaltet.

Sonderpreis: "Professionelles Ausbildungshandeln" in Niedersachsen

Qualifizierung der Lehrerausbildung

Erstmals vergibt die Stiftung einen Sonderpreis, um auf die entscheidende Bedeutung der Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte für die Qualität von Schule und Unterricht hinzuweisen. In Niedersachsen haben ehemalige Seminar- und Fachleiterinnen ein Konzept erarbeitet, um die Ausbildenden von künftigen Lehrkräften weiterzubilden. In einem eigens entwickelten Curriculum und mehrtägigen Veranstaltungen geben sie grundlegendes Wissen weiter und bereiten auf den praktischen Einstieg vor. Die vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) begleitete Weiterbildungsinitiative erhält den 1.000 Euro dotierten Sonderpreis.